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Gepostet by on Mai 20, 2020 in Blog |

Fundraising für Quereinsteiger*innen

Der Fachkräftemangel ist längst im Dritten Sektor angekommen und trifft die Organisationen dort, wo es am schmerzhaftesten ist: im Fundraising. Gute Fundraiser*innen sind heiß begehrt und Stellen bleiben häufig unbesetzt – mit allen negativen finanziellen Auswirkungen für die fundraisenden Organisationen.

Warum Fachkräftemangel?

Das liegt zum einen daran, dass das Berufsbild vergleichsweise neu und in der breiten Bevölkerung weitgehend unbekannt ist. Universitäten und Fachhochschulen bieten keine spezialisierten Studiengänge an, berufsbegleitende Weiterbildungen gibt es nur eine Handvoll. Zum anderen verlangt der Beruf den Mitarbeiter*innen einiges ab: Empathie, Kontaktfreudigkeit, Frustrationstoleranz, Kommunikations- und analytische Kompetenz sind nur einige der erforderlichen Qualitäten. Zu guter Letzt ist die Reputation dieses Berufsfelds nicht die beste, denn „über Geld spricht man nicht“ und selbst Organisationen, die auf Spenden angewiesen sind, zeigen widersprüchliche Verhaltensweisen in puncto Fundraising.

Was tun also als Arbeitgeber, der die Zukunft seiner Organisation nicht dem puren Glück überlassen möchte? Sie werden es ahnen: Es ist Zeit, erfinderisch zu werden!

Unsere Chance: Quereinsteiger*innen

Denn zeitgleich entsteht ein weiteres Phänomen: Immer mehr Menschen aus der Wirtschaft wollen einen Job mit Sinn. Diese Menschen sind häufig hochqualifiziert, engagiert und bereit, für eine sinnhafte Tätigkeit viele gewohnte Annehmlichkeiten (vom sechsstelligen Gehalt bis zum Dienstwagen) über Bord zu werfen. Darunter: Fachleute aus Vertrieb, Marketing und Eventmanagement, deren Wissen in der Kundengewinnung und -betreuung sich an vielen Punkten gut aufs Fundraising übertragen ließe. Doch oft schreiben sie erfolglos Bewerbungen, denn die Vorbehalte den Quereinsteiger*innen gegenüber sind groß. Und natürlich ist es erst einmal bequemer, die erfahrene Fundraiserin zu suchen, als den Quereinsteiger einzuarbeiten.

Aber machen wir uns nichts vor: Der Fachkräftemangel im Dritten Sektor wird nicht von allein verschwinden. Selbst in der Corona-Krise entlassen Organisationen ihre (besten) Fundraiser*innen nicht. Es ist an der Zeit, über den Tellerrand zu schauen und sich als Organisation zu fragen: Wie lösen wir unser Problem? Wo können wir – abseits der üblichen Wege – geeignete Mitarbeiter*innen finden? Wie können wir diesen den Start erleichtern und die Rahmenbedingungen schaffen, in denen sie schnell erfolgreich sein können?

Und nicht zuletzt: Was können wir heute tun, um morgen der attraktive Arbeitgeber zu werden, um den sich die Talente reißen? Hier liegt eine enorme Chance, als Organisationen zu lernen und uns weiterzuentwickeln!

Fundraising-Weiterbildung für Quereinsteiger*innen

Die Personalberatung Talents4Good, die Fundraising-Beratung SCHOMERUS und das MAJOR GIVING INSTITUTE haben zwei Formate konzipiert, die mehr talentierte Quereinsteiger*innen ins Fundraising holen sollen. In einem Ein-Tages-Workshop erfahren die Teilnehmer*innen alles Wissenswerte übers Berufsbild „Fundraising“ und den Dritten Sektor. In einer darauf aufbauenden zweitägigen Weiterbildung vermitteln wir fundierte Kenntnisse zur Fundraising-Praxis. Das Ziel: Nach diesem „Intensiv-Kurs“ haben die Quereinsteiger*innen das nötige Rüstzeug, um erfolgreich als Fundraiser*innen zu starten und eigene Erfahrung zu sammeln.

Termine:

PS: Exklusiver Zugriff auf hochqualifizierte Quereinsteiger*innen: Sie haben Interesse, sich als Arbeitgeber zu präsentieren und Ihre*n zukünftige*n Fundraiser*in kennen zu lernen? Kontaktieren Sie uns: annika.behrendt@talents4good.org

annikabehrendtAnnika Behrendt

Mitglied der Geschäftsleitung bei Talents4Good

Podcast ZIELFÜHRUNG

Dazu passend: Der Podcast ZIELFÜHRUNG, Episode #6: Fundraising für Quereinsteiger / Fundraising als Beruf – könnte das etwas für mich sein? Andreas Schiemenz im Gespräch mit Annika Behrendt.